Es war ein Jahr der Gnade und der besonderen Begegnung, als die St. Paulus Bruderschaft Mülfort im Jahr 2016 den Weg in die Ewige Stadt antrat.
Unter dem Banner der Barmherzigkeit folgte die Bruderschaft dem Ruf nach Rom, um Teil eines weltumspannenden Gebets und gelebter Gemeinschaft zu werden.
Als bleibendes Zeichen dieser spirituellen Reise und der tiefen Verbundenheit mit der Weltkirche wurde das Anno-Santo-Kreuz verliehen. Es ist weit mehr als eine Auszeichnung – es ist ein Symbol für die Brücke zwischen unserer Heimat und dem Herzen der Christenheit, gesegnet durch die Hand des Heiligen Vaters.
Die feierliche Heimkehr dieses Symbols fand ihren würdigen Rahmen am 30. November 2016. In der festlich erleuchteten Pfarrkirche St. Maria Empfängnis in Venn überreichte der Bezirksverband Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich das Kreuz an die Bruderschaft.
In jener Stunde verband sich der Stolz unserer Tradition mit der Demut des Heiligen Jahres zu einem unvergesslichen Moment der Bruderschaftsgeschichte.
Verleihung der Anno Santo Kreuze
Es war ein besonderer Abend im Schatten des Kirchturms von St. Maria Empfängnis in Venn, der im Zeichen tiefer Spiritualität und brüderlicher Verbundenheit stand. Am 30. November 2016, dem Gedenktag des Apostels Andreas, versammelten sich die Bruderschaften des Bezirksverbandes Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich zur Eröffnung ihres Winterprogramms.
In einer feierlichen Heiligen Messe, zelebriert von Pfarrer i.R. Horst Straßburger und dem glücklicherweise genesenen Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, erreichte die Romwallfahrt des Heiligen Jahres ihren emotionalen Höhepunkt.
Am Altar vereinten sich Abordnungen zahlreicher traditionsreicher Gemeinschaften:
St. Vitus und Martinus (Eicken) & St. Nikolaus (Hardt)
St. Josef (Hermges) & St. Helena (Rheindahlen)
St. Josef (Venn) & St. Vitus-Laurentius (Stadtmitte)
…und inmitten dieser ehrwürdigen Kette die St. Paulus Bruderschaft Mülfort.
Als sichtbares Zeichen der Gnade wurden die Anno-Santo-Kreuze ausgehändigt – jedes einzelne persönlich von Papst Franziskus in Rom gesegnet.
Der Abend fand seine Fortsetzung im Jugendheim, wo der Geist der Nächstenliebe durch einen Vortrag von Hermann-Josef Kronen über den Volksverein Mönchengladbach lebendig wurde.
Schließlich ließen die Bilder von Horst Straßburger die Reise in die Ewige Stadt noch einmal vor den Augen der Anwesenden erstehen und weckten Erinnerungen an die zehn Venner Bruderschaftler, die stellvertretend für viele den Weg nach Rom angetreten hatten.
Ein Tag, der bewies: Unsere Bruderschaften sind nicht nur Bewahrer der Geschichte, sondern lebendige Zeugen des Glaubens in unserer Zeit.
Quellen: Text MG-Heute / Photo Katz